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Make Up Look: Trends, Techniken und Hintergründe

Wenn eine Person vor einem Spiegel steht und mit einem Pinsel sanft Rouge auf die Wangen tupft, entsteht in wenigen Minuten ein individueller make up look — manchmal subtil, manchmal dramatisch. Die Kunst des Schminkens hat sich über Jahrzehnte von einfacher Schönheitskorrektur zu einem komplexen kulturellen Ausdruckswandler entwickelt. Mehr zu diesem Thema finden Sie in Taylor Swift Ring: Was die Schmuckstücke über ihre Karriere verraten

Wie Regionen und Altersgruppen Make-up-Looks unterschiedlich aufgreifen

In Südkorea dominiert seit den 2010er Jahren der sogenannte „Glass Skin”-Trend, bei dem der Fokus auf glatter, fast durchscheinender Haut liegt. Europäische Beauty-Konsumenten legen dagegen oft Wert auf konturierte Wangenknochen und definierte Augenbrauen. Eine Studie der Kosmetikindustrie aus dem Jahr 2022 zeigte, dass in Nordamerika contouring-basierte Looks bei 18- bis 34-Jährigen besonders beliebt sind. In westafrikanischen Ländern wie Nigeria und Ghana haben traditionelle Pigmentierungen und geometrische Gesichtszeichnungen kulturelle Bedeutung, die sich von westlichen Schönheitsidealen unterscheidet. Auch innerhalb Deutschlands variieren Präferenzen: Während in Großstädten wie Berlin und München experimentielle Looks mit kräftigen Farben häufig sind, bevorzugen Menschen in ländlichen Regionen häufiger natürlichere Töne. Diese Unterschiede spiegeln nicht nur ästhetische Vorlieben wider, sondern auch klimatische Bedingungen — feuchtes Klima erfordert andere Formulierungen als trockenes. Für zusätzlichen Hintergrund erklärt Schminke das Thema ausführlicher

Vom antiken Ägypten bis zur modernen Beauty-Industrie

Die Geschichte des Make-ups reicht weit zurück. Im antiken Ägypten verwendeten sowohl Männer als auch Frauen Kohl zur Augenbetonung — archäologische Funde aus etwa 3100 v. Chr. belegen dies. Im 18. Jahrhundert setzte sich in Europa die bleiweiße Teint-Pomade durch, die jedoch gesundheitsschädlich war. Die moderne Kosmetikindustrie entstand in den 1920er Jahren, als Unternehmen wie Max Factor professionelle Schminkprodukte für die Filmbranche entwickelten. In den 1950er Jahren popularisierte Marilyn Monroe den roten Lippenstift als Symbol weiblicher Selbstbewusstheit. Der Begriff „make up look” als feststehender Ausdruck für einen kompletten Schminkstil setzte sich jedoch erst in den 1990er Jahren durch, als Beauty-Magazine wie Allure und Vogue begannen, gezielt Looks statt einzelner Produkte zu bewerben. Die digitale Revolution ab 2010 brachte dann Plattformen wie YouTube und Instagram, auf denen Influencer eigene Looks kreierten und Millionen von Menschen erreichten.

Die Techniken hinter den bekanntesten Make-up-Stilen

Der „Smokey Eyes”-Look erfordert mehrere Schichten von Lidschatten, die vom beweglichen Lid bis unter die Augenbraue verblendet werden. Die Make-up-Artistin Lisa Eldridge, die seit den 2000er Jahren für Vogue und Lancôme arbeitet, hat mehrere Tutorials zu dieser Technik veröffentlicht. Der „Cut Crease” hingegen erfordert präzises Abgrenzen der Lidfalte mit einem kontrastierenden Ton — eine Technik, die in den 2010er Jahren durch Drag-Kultur und Instagram populär wurde. Für den „No-Makeup Make-up”-Look, der besonders in den 2020er Jahren an Bedeutung gewann, werden Produkte wie getönte Feuchtigkeitscremes und cremige Blushes bevorzugt, um ein natürliches Erscheinungsbild zu erzielen. Die französische Model und Beauty-Influencerin Camille Fromm betont in ihren Tutorials, dass Hautvorbereitung der wichtigste Schritt für jeden Look sei. Professionelle Make-up-Artists arbeiten häufig mit dem „Color-Correcting”-Prinzip, bei dem Farben wie Orange oder Grün Unreinheiten vor dem Foundation-Auftrag neutralisieren. Für zusätzlichen Hintergrund erklärt 25 Different Makeup Styles: Complete Guide | TheBeautyFoodie das Thema ausführlicher

Was hinter der Entstehung eines neuen Make-up-Trends steckt

Hinter jedem erfolgreichen Trend steht ein Zusammenspiel aus Industrie, Medien und Kultur. Kosmetikmarken wie Fenty Beauty, die 2017 von Rihanna gegründet wurde, revolutionierten den Markt mit 40 Foundation-Farbtönen und setzten neue Maßstäbe für Inklusivität. Die Produktentwicklung dauert typischerweise zwischen 12 und 18 Monate — von der ersten Formulierung bis zur Markteinführung. Social-Media-Algorithmen spielen eine entscheidende Rolle: Ein Look, der auf TikTok innerhalb weniger Tage Millionen Views erreicht, kann innerhalb einer Woche globalen Trendstatus erlangen. Die Rolle von Influencern dabei ist nicht zu unterschätzen. Ein einzelnes Tutorial mit über einer Million Aufrufen kann den Absatz eines konkreten Produkts um ein Vielfaches steigern. Dennoch bleibt die Frage offen, ob algorithmische Verbreitung langfristige kulturelle Bedeutung schafft oder nur kurzlebige Aufmerksamkeit erzeugt.

Frequently Asked Questions

Warum unterscheiden sich Make-up-Looks zwischen Kulturen so stark?

Kulturelle Schönheitsideale, klimatische Bedingungen und historische Traditionen prägen, welche Looks in einer Region beliebt sind. In einigen Kulturen hat Make-up zudem rituelle oder zeremonielle Bedeutung, die westliche Beauty-Normen nicht widerspiegelt.

Ist der „No-Makeup Make-up“-Look heute noch relevant?

Ja, der Trend zu natürlichem, minimalistischem Make-up hat in den 2020er Jahren weiter zugenommen. Viele Konsumenten bevorzugen mittlerweile getönte Feuchtigkeitscremes und cremige Texturen statt volldeckender Foundations.

Wer sind die einflussreichsten Personen in der modernen Beauty-Industrie?

Neben Rihanna mit Fenty Beauty zählen Make-up-Artists wie Lisa Eldridge, Pat McGrath und Influencer wie Huda Kattan zu den prägenden Persönlichkeiten. Sie bestimmen Trends durch Tutorials, Produktlinien und redaktionelle Zusammenarbeit.

Wie unterscheidet sich ein professioneller make up look von einem Alltagslook?

Professionelle Looks verwenden in der Regel mehr Produkte und Schichten, darunter Primer, Color Corrector und Setting-Spray. Alltags-Looks setzen auf schnell auftragbare Produkte und reduzieren die Schritte auf das Wesentliche.

In welchem Jahrzehnt entstand der Begriff „Make-up Look“ als feststehender Begriff?

Der Begriff setzte sich in den 1990er Jahren durch, als Beauty-Magazine begannen, komplette Schminkstile statt einzelner Produkte zu bewerben. Die digitale Verbreitung ab 2010 verstärkte diese Entwicklung erheblich.